Beer - Die Buchhandlung am schönsten Platz von Zürich
Im literarischen Bereich pflegen wir anspruchsvolle Belletristik, Biographien, Lyrik und weitere Kostbarkeiten.
Der Sachbuchbereich umfasst u.a. Titel aus Geschichte, Philosophie, Alten Kulturen, Gesellschaft, Wirtschaft.
Belletristik 2009

Joseph O'Neill, Niederland
O'Neill, Joseph
Niederland
Rowohlt 2009, 315 Seiten, gebunden,
Fr. 34.90


New York im Jahre 2002: Ein holländischer Bankier namens Hans van den Broek lebt allein unter den exzentrischen Gestalten im legendären Chelsea Hotel. Als Kind fuhr Hans perfekte, sichere Bahnen auf dem Eis der Grachten; heute spekuliert er erfolgreich auf Rohstoffpreise, aber wie die Stadt selbst nach dem 11. September ist auch er in seinen Grundfesten erschüttert. Nachts spricht er mit Engeln, oder er sucht verzweifelt bei Google Earth nach Lebenszeichen im Haus seines kleinen Sohnes, der mit seiner Mutter nach London zurückgezogen ist.

Doch dann trifft Hans die Gestalt, die sein Leben verändern wird: einen dunkelhäutigen Westinder namens Chuck Ramkissoon. Chuck gehört zu denen, die den großen amerikanischen Traum noch zu träumen wagen und ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. Zusammen mit ihm macht Hans sich auf, ein aktives, brodelndes, ihm gänzlich unbekanntes New York zu entdecken, und eine ungewöhnliche Freundschaft entsteht...

Niederland  ist ein begeisternder, weiser und lebenskluger Roman über Beheimatet- und Fremdsein, über eine scheiternde Ehe, über Freundschaft, über das moderne Leben in der westlichen Gesellschaft und, nicht zuletzt, eine großartige Hommage an die Stadt New York. Es ist, als hätte O'Neill alle Ängste und Unsicherheiten unseres noch neuen Jahrhunderts genommen und daraus einen leuchtenden, am Ende Hoffnung machenden Traum gedichtet.
John Wray: Der Retter der Welt
Wray, John
Der Retter der Welt
Rowohlt  2009, 347 Seiten, gebunden,
Fr.
34.90

William Heller ist sechzehn, schizophren und glaubt, nur er kann die Welt vor dem Untergang retten. Verfolgt von einem Profiler des NYPD, der vielleicht genauso verrückt ist wie er, hetzt er durch die Tunnel des New Yorker U-Bahn-Systems .

«Durch die Fenster von John Wrays ratterndem U-Bahn-Express erspähen wir das tiefe Dunkel in der menschlichen Seele.»
Colson Whitehead

«Amerikas originellster junger Schriftsteller hat uns einen Holden Caulfield für unsere Ära geschenkt.»
Gary Shteyngart

«Am Anfang denkt man an Salinger, aber das Finale und der bleibende Nachgeschmack lassen den erstaunten Leser Dostojewski? flüstern.
Ja ? es ist wirklich so exzellent!»
The Kirkus Reviews

«Über diesen John Wray wird man noch viel reden müssen ? und das ist gut so.»
Frankfurter Allgemeine Zeitung .
Nagib Machfus: Karnak-Café
Machfus, Nagib
Karnak-Café
Unionsverlag 2009
, 126 Seiten, gebunden,
Fr. 27.90


Alt und Jung, Arm und Reich, Männer und selbst einzelne Frauen treffen sich im Karnak-Café, angelockt vom guten Kaffee und der schillernden Kurunfula, einer ehemaligen Tänzerin und Besitzerin  des Cafés. Sie erzählen aus ihrem Leben, teilen Freud und Leid und manch müssiggängerische Stunde. Als drei junge Stammgäste plötzlich verschwinden und später verstört zurückkehren, ist es vorbei mit der heiteren Kaffeehausatmosphäre. Aus der einstigen Oase der Kameradschaft wird ein Ort des Argwohns, an dem sich die alte Vertrautheit zwischen den Menschen nur schwer behaupten kann.
Ha Jin: Ein freies Leben
Ha Jin
Ein freies Leben,
Ulllstein 2009, 637 Seiten, gebunden,
Fr. 44.90

Der chinesische Student Nan Wu und seine Frau Pingping entschliessen sich im Sommer 1989, kurz nach den Ereignissen auf dem Platz des Himmlischen Friedens, in den USA zu bleiben und dort ein neues Leben zu beginnen. Es sollte nur ein Studienaufenthalt werden, doch mit jedem Jahr in den Staaten steigt die Wut auf die politischen Verhältnisse in der fernen Heimat. Endlich dürfen sie nun auch ihren sechsjährigen Sohn Taotao zu sich holen, der sich schnell an die neue Umgebung gewöhnt. Nan aber träumt davon, ein grosser Dichter zu sein, und hat es wesentlich schwerer: Ihn plagen Schuldgefühle seiner Frau gegenüber, der er sich eher solidarisch als in Liebe verbunden fühlt, weil er seine Jugendfreundin Beina nicht vergessen kann; schwer wiegt auch die Verantwortung, seiner Familie ein sicheres  Auskommen zu ermöglichen. Über zwölf Jahre begleiten wir Leser den Alltag der Familie Wu, ihr tägliches Ringen um Heimat, Liebe und Glück. Seite für Seite wachsen sie uns ans Herz, weil unsere eigenen Träume sich in den ihren spiegeln.
Per Olov Enquist: Ein anderes Leben
Enquist, Per Olov
Ein anderes Leben
Hanser 2009
, 541 Seiten, gebunden,
Fr. 48.00

Von einem, der als Sohn einer strenggläubigen Volksschullehrerin in einem Dorf in Schweden aufwuchs und zu einem der angesehensten europäischen Schriftsteller wurde. Per Olov Enquist erzählt seine Lebensgeschichte, als ob es die eines anderen wäre: Er studierte in Uppsala, erlebte die RAF-Zeit in West-Berlin, schrieb in München als Journalist über die Olympiade und debütierte mit seinem ersten Theaterstück am Broadway in New York. "Wenn alles so gut ging, wie konnte es dann so schlimm werden?" - steht als Leitfrage über Enquists Biografie, die auch tief in die Alkoholabhängigkeit und an den Rand des Todes führte. Ein außergewöhnliches Buch, das sich liest wie ein zeitgenössischer Roman.

Ljudmila Ulitzkaja: Daniel Stein
Ulitzkaja, Ljudmila
Daniel Stein
Hanser 2009
, 484 Seiten, gebunden,
Fr. 44.90

Ein großer Roman über die Menschen und die Liebe, über Geschichte und Religion: Als Jude organisierte Daniel Stein die Flucht aus einem Ghetto in Polen. Er war Dolmetscher bei der Gestapo, Partisan und Mitarbeiter des NKWD. Dreimal wurde er zum Tode verurteilt, jedes Mal überlebte er. Er konvertierte und ging nach Israel, wo er als Mönch eine Gemeinde nach Vorbild der ersten Christen gründete. Er starb bei einem Unfall, der vermutlich ein getarntes Attentat war. In dem Porträt dieses großen Idealisten spiegelt sich das ganze 20. Jahrhundert. Anhand seiner Person zeigt Ljudmila Ulitzkaja uns eine andere Welt und gibt zugleich Antworten auf brennende heutige Fragen.

Viktor Schobinger: Di grooss Revoluzioon
Schobinger, Viktor
Di Grooss Revoluzioon

Schobinger 2009
, 950 Seiten, kartoniert,
Fr. 35.00

Dieser zürichdeutsche Roman führt durch die Ereignisse der Französischen Revolution, macht mit dem damaligen Paris und mit vielen Drahtziehern bekannt.

Die Welt bewegen in Paris
Ein Zürcher Bankier reist 1786 mit Frau und Töchterchen nach Paris. Zü­rich ist ihm zu eng, Zürich schätzt ihn nicht. Dabei hat er Fantasie, Einsichten, Zukunftsvisionen – und viel Geld.

Am Puls der Welt in Paris
Die Helden der Geschichte sind der Bankier Kaspar Schweizer und sei­ne Frau Magdalena, die bald einmal Gaspard und Madeleine heißen, und ihre Pflegtochter Babette. Hier, in Paris, spielt das wahre Leben! Hier liegt die Zukunft! Hier ent­scheidet sich das Schicksal der Menschheit!


Silvio Huonder: Dicht am Wasser
Huonder, Silvio
Dicht am Wasser
Nagel und Kimche
, 221 Seiten, gebunden,
Fr. 31.90

Silvio Huonder, geboren 1954 in Chur, studierte in Graz und in Berlin. Er schreibt Romane, Erzählungen, Theaterstücke und Hörspiele, unterrichtet am Schweizer Literaturinstitut in Biel und lebt mit seiner Familie in der Nähe von Berlin. Bei Nagel & Kimche erschienen die Romane "Valentinsnacht" (2006) und "Adalina" (Neuausgabe, 2009) sowie die Erzählungen "Wieder ein Jahr, abends am See" (2008).

In einer beschaulichen Gemeinde in Brandenburg leben viele junge Familien aus Berlin. Als plötzlich ein Kind verschwindet, bricht die glatte Oberfläche des freundlichen Miteinanders der kultivierten Akademiker ein, zum Vorschein kommen Gier, Angst und Betrug. Silvio Huonder gehört zu den wichtigsten Stimmen der Gegenwartsliteratur der Schweiz. In "Dicht am Wasser" verbindet er Thriller und Drama, um eine unheimliche Geschichte aus der Mitte des gebildeten Wohlstands zu erzählen.

Thomas Wolfe: Schau heimwärts, Engel
Wolfe, Thomas
Schau heimwärts, Engel
Manesse, 2009, 781 Seiten,
gebunden, Fr. 49.90


Thomas Wolfe (1900-1938) wurde als letztes von acht Kindern in Asheville, North Carolina, geboren. Aus bescheidenen Verhältnissen stammend, schaffte es der hochbegabte Junge bis nach Harvard und wurde Dozent für amerikanische Literatur an der New York University. Kaum hatte sein Schaffen weltweit Anerkennung gefunden, als er im Alter von nur siebenunddreissig Jahren starb.

«Schau heimwärts, Engel» ist eines der legendären Romanepen des 20. Jahrhunderts. Betörend durch die Unmittelbarkeit des Erzählten wie durch eine Sprachkunst, in der schonungsloser Realismus und lyrische Anmut Hand in Hand gehen, gilt es als stilbildend für die moderne amerikanische Erzähltradition bis hin zu Jonathan Franzen. Mit der kommentierten Neuübersetzung kann man Wolfes Meisterwerk nun in seiner ganzen jugendlichen Frische und Kraft wiederentdecken.

Sybille Bedford: Schu heimwärts, Engel
Bedford, Sybille
Rückkehr nach Sanary

Schirmer Graf,
2009, 478 Seiten, Leinenausgabe,
Fr. 43.80


Sybille Bedford, geboren 1911 in Berlin als Tochter des Barons von Schoenebeck und seiner englischen Gattin, wuchs in Deutschland, England, Italien und Frankreich auf. Als junges Mädchen lebte sie mit ihrer Mutter und deren zweiten, italienischen Ehemann an der Côte d’Azur, dem Zufluchtsort für viele europäische Künstler und Intellektuelle der Zeit. Alle ihre Romane und Reiseerzählungen schöpfen aus dem reichen biographischen Hintergrund. Die Autorin ist im Februar 2006 in London gestorben.
 
Große Hüte und weiße Leinenkleider, Tennismatchs und Bootspartien, kühler Weißwein und Künstleravantgarde: Das Idyll eines Fischerdorfs an der Côte d’Azur bildet den Hintergrund einer bewegten Jugend in dramatischer Zeit. Der große autobiographische Roman der 2006 verstorbenen Autorin.
In England erstmals 1989 erschienen und für den Booker Prize nominiert